April 2008 gingen Luna und Samira zum Feldtest. Luna hatte nicht gerade den Ruf einfach zu sein. Bei ihr kommt es auf die Beziehung zum Menschen an, stimmt es da nicht geht gar nichts. Luna ist sensibel, wirkt aber manchmal nicht so. Wenn man das falsch einschätzt kommt es ihrerseits zu deutlichen Reaktionen. Das war während der Ausbildung für den Feldtest schon mal der Fall. Wenn sie in Fahrt kommt, ist sie beeindruckend. Als meine Freundin Tanja einen Teil der Ausbildung übernommen hat lief alles in die richtigen Bahnen. Das sich die Arbeit gelohnt hat bewies Luna auch, denn den Feldtest meisterte sie suverän.

Für Luna war die Ausbildung für den Feldtest eine große Herausforderung. Für sie wäre es besser gewesen mehr Zeit zur Entwicklung zu haben. Aber die Wahl hat man nicht, wenn man sich die Option zur Zucht erhalten möchte, ohne Feldtest keine Zuchtzulassung.

Als sie bei uns zu Hause ankam ließen wir ihr erst mal Zeit. Zeit anzukommen und Zeit Vertrauen zu uns zu fassen. Wir beherrschten uns und beschränkten uns auf Bodenarbeit und gelgentliche Reiteinheiten. Erst im Sommer fingen wir an etwas intensiver zu arbeiten. Wir hatten uns schon zu Anfang vorgenommen sie komplett neu einzufahren, da wir wußten, daß das Einfahren großer Stress für sie gewesen ist. Wir fingen mit den Basisübungen wie Geschirrgewöhnung, Desensibilisierung und Gehorsamsübungen an.  Das Fahren interessiert meinen Mann Andrè mehr als mich. Darum machte André diese Übungen mit Hilfe unseres Freundes Klaus ca 3x pro Woche und schloß darüber Freundschaft mit Luna. Im Spätsommer fing er an mit Luna Reifen zu ziehen, im Herbst fuhr er einspännig. Es gab überhaupt keine Probleme. Man merkt aber auch deutlich, daß Luna großes Vertrauen zu André hat.

Mir wird langsam klar was für einer Aufgabe wir uns mit 4 so jungen Pferden gestellt haben. Ich schaffe es kaum mit mehr als 2 Pferden pro Tag zu arbeiten. Ich möchte mich auf jedes Pferd richtig einstellen können. Der lange Weg zum gepachteten Stall ist auch nicht gerade eine Erleichterung. Aber wieder als Einsteller in einen Pensionsstall zu gehen ist keine Option und die Pferde werden ja alle älter.

Noch in diesem Jahr wollen wir 2-spännig fahren. Dabei sehe ich das Problem nicht bei Luna. Die Herausforderung wird die sein, Quinn beizubringen, daß an der Kutsche nicht geflirtet wird.

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